Glossar und Begriffserklärungen zum Tagesgeldkonto

Leitzins senken

Die Senkung eines Leitzinses bedeutet eine expansivere Geldpolitik, um Kredite billiger zu machen. Das Ziel der Zentralbanken ist dabei, die Konjunktur anzukurbeln. Für die Verbraucher bedeutet eine Leitzinssenkung, dass sich Sparen weniger lohnt. Zugleich werden Kredite günstiger, was den Konsum ankurbelt.

Leitzins anheben

Die Anhebung eines Leitzinses steht für eine restriktivere Geldpolitik. Ihr Ziel ist es, die Inflation niedrig zu halten: Für Kreditinstitute wird es teurer, sich bei den Zentralbanken mit Geld zu versorgen. Weil die Banken die höheren Zinskosten zumindest teilweise an ihre Kunden weitergeben, bedeutet dies für Unternehmen und Verbraucher: Kredite werden teurer und damit unattraktiver. Gleichzeitig lohnt sich das Sparen wieder mehr, denn auch die Guthabenzinsen steigen.

Leitzins

Der Leitzins legt fest, zu welchen Bedingungen sich Kreditinstitute bei Noten- und Zentralbanken Geld beschaffen können. Die Noten- und Zentralbanken können daher durch eine Erhöhung oder Senkung der Zinssätze den Geldmarkt und die allgemeine Zinsentwicklung beeinflussen.

Abgeltungssteuer

Ab 1.1.2009 fallen auf Kapitalerträge wie Zinsen, Kursgewinne oder Dividenden, die über dem Sparerpauschalbetrag von 801 Euro / 1602 Euro im Jahr (Alleinstehende / Ehepaare) liegen, pauschal 25 Prozent Abgeltungssteuer an. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Die Bank überweist die Abgeltungssteuer direkt an das Finanzamt.

Cashgroup

Die Cashgroup ist ein Zusammenschschluss zahlreicher deutscher Banken, um den Kunden die kostenlose Bargeldabhebung zu ermöglichen. Als Kunde der Commerzbank, Deutschen Bank, Dresdner Bank, HypoVereinsbank oder der Postbank sowie deren Tochterunternehmen genießen sie diesen Service, denn Ihnen stehen über 7.000 inländische Geldautomaten der Cash Group Banken kostenlos zur Verfügung.

Cashpool

Als Kunde einer CashPool-Partnerbank können Sie mit Ihrer Maestro-Card bundesweit an insgesamt über 2.500 Geldautomaten kostenlos Bargeld abheben. Folgende Banken haben sich im Cashpool zusammengeschlossen: die Citibank, die SEB Bank, die Sparda-Banken, zahlreiche kleinere private Banken und einzelne Genossenschaftsbanken.

Direktbank

Hier gibt es keine Filialen und Bankschalter, sondern die Bankgeschäfte werden direkt über Telefon, Fax oder Internet abgewickelt.

Dispo / Dispokredit

Kredit, der auf ein Girokonto eingeräumt wird. Der Dispositionskredit erlaubt einem privaten Kontoinhaber (Girokonto) bis zu einem bestimmten Limit (Kreditlimit) das Konto zu überziehen. Grundvoraussetzung dafür ist die Volljährigkeit und regelmäßige Geldeingänge. Die Höhe des Dispokredites legt die Bank fest.

ec/maestro-Karte

Die ec/maestro-Karte in Verbindung mit der persönlichen Geheimzahl (PIN) erlaubt Bargeld an weltweit 560.000 Geldautomaten zu bekommen und in vielen Geschäften bargeldlos zu bezahlen.

Effektivzins

Der Effektivzins berücksichtigt neben den Zinsen für den überlassenen Kredit (Nominalzins), auch die Bearbeitungsgebühr und andere Faktoren. Hierunter fallen Preisbestandteile, wie z.B. Zinseszinseffekte aufgrund unterjähriger Zinsberechnungen sowie nicht zeitgleiche Tilgungsverrechnungen. Da der Effektivzins die tatsächlichen Kosten für einen Kredit ausdrückt, ist er für den Kreditsuchenden ein wichtiges Instrument für den Vergleich verschiedener Kreditangebote. Gemäß der Preisangabenverordnung (PAngV) sind alle Kreditinstitute verpflichtet, bei den Preisangaben für Ihre Kredite den effektiven Zins als Jahreswert in Prozent der Kreditsumme.

Einlagensicherung

Unter dem Stichwort Einlagensicherung sind alle Maßnahmen zu verstehen, die zum Schutz der Bankkunden vor den Folgen einer Insolvenz ihres Kreditinstituts getroffen werden. In den 3 grossen Organisationen des Bankwesens (Privatbanken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften) ist das Kapital zu 100 Prozent abgesichert. Der Einlagensicherungsfonds ist eine freiwillige Einrichtung der beteiligten Banken.

Einkommen

Unter einem Einkommen versteht man die Einkünfte einer Person aus abhängiger oder eigenständiger Arbeit, die dem Lebensunterhalt dienen. In Verbindung mit Krediten spielt das Einkommen eine große Rolle, da die Höhe des Einkommens die Tilgungsraten bestimmt und Zur Bonitätsprüfung einen großen Teil beiträgt. Ohne Angabe der Einkommenshöhe werden selten Kredite ausgegeben. Beamte, die ein regelmäßiges Einkommen haben, bekommen Kredite meistens zu Sonderkonditionen, sodass sie weniger an Zinsen bezahlen müssen.

Girokonto

Konto, über das bargeldlose Zahlungen abgewickelt werden. Ein Girokonto wird meist als Referenzkonto für ein Tagesgeldkonto benötigt. Im Gegensatz zum Sparkonto kann das Girokonto bei Volljährigen auch überzogen werden.

Haben

Unter Haben Versteht man das Guthaben auf einem Konto oder einen eigentümlichen Besitz einer Person.

Jahresgebühr

Viele Kreditkarten sind kostenlos erhältlich. Einige sind jedoch mit einer Jahresgebühr in Höhe von 10 bis 100 Euro verbunden. Vergleichen Sie die Gebühren der einzelnen Karten vor Beantragung. Man kann so auf Dauer viel Geld sparen.

Kartenzahlung

Bargeldloses Bezahlen mit einer Geldkarte.

Kreditinstitut

Oberbegriff für alle Unternehmen, die mit der notwendigen Erlaubnis Bankgeschäfte betreiben.

Nominalzins

Die Nominalverzinsung z.B. auf Anleihen und Pfandbriefe ist der zugesicherte Zinsbetrag. Der Nominalzins richtet sich nach dem jeweiligen Zinssatz auf dem Kapitalmarkt. Abweichungen des Nominalzinssatzes vom Kapitalmarktzins können durch eine Änderung des Ausgabekurses ausgeglichen werden.

Online-Banking

Auch Homebanking genannt. Zugriff auf Konten und Depots mit Hilfe elektronischen Geräten wie PC, Laptop, Telefon usw.

PostIdent–Verfahren

Die Online-Beantragung eines Kredits oder die Kontoeröffnung bei einer Direktbank erfordert, aufgrund des Geldwäschegesetzes, die Überprüfung der Identität des Antragstellers. Da die Direktbanken keine Möglichkeit haben, dies persönlich zu tun, arbeiten sie eng mit der Deutschen Post AG zusammen. Zu diesem Zweck wurde das so genannte PostIdent-Verfahren entwickelt, mit dem sich der Antragsteller in einer Postfiliale einmalig authentifiziert. Sie benötigen dafür Ihre unterschriebenen Antragsunterlagen, den Personalausweis und den beigefügten PostIdent-Coupon, der Bestandteil der Antragsunterlagen ist.

Referenzkonto

Ein Referenzkonto ist ein auf den Kontoinhaber lautendes und bei einem in Deutschland ansässigen Kreditinstitut geführtes Girokonto, das der Kontoinhaber bei Kontoeröffnung angibt. Diese wird in der Regel für Transaktionen auf und mit einem Tagesgeldkonto benötigt.

Rendite

Die Rendite ist das Verhältnis der Ein- zu den Auszahlungen. Sie errechnet sich dabei aus den erwirtschafteten Zinsen oder den Dividenden einer Anlageform.

SCHUFA

Die SCHUFA ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Sie ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Kundeninformationen rund um kreditbezogene Geschäfte sammelt und bei Bedarf an seine Mitglieder weitergibt. Die Mitgliedsunternehmen melden an die SCHUFA objektive Daten des Kunden (siehe SCHUFA-Meldung). Sämtliche Daten können dann von Mitgliedern bei berechtigtem Interesse (z.B. Kreditvergabe) abgefragt werden.

Soll

Als Soll wird die linke Seite einer Bilanz bezeichnet. Der Gegensatz zum Soll nennt man Haben.

Sparbuch

Das Sparbuch ist sicherlich die älteste und bekannteste Form der Geldanlage und ist ohen jedes Risiko. Für die hohe Sicherheit muss aber eine geringe Rendite in Kauf genommen werden.

Tagesgeldkonto

Unter Tagesgeld versteht man eine sehr flexible Form der Geldanlage. Die Anlagesumme wird auf einem Tagesgeldkonto festgelegt, zu den gerade aktuellen Konditionen. Die Verzinsung ist in der Regel deutlich höher als beim klassischen Sparbuch, kann sich aber je nach Geldmarktlage auch nach oben oder unten verändern. Das Risiko bleibt dennoch gering, da das Geld jederzeit verfügbar bleibt.

Telefonbanking

Beim Telefonbanking hat der Kunde die Möglichkeit, Bankgeschäfte wie Überweisungen, Daueraufträge usw. telefonisch zu erledigen.

Termingeld

Termingeld ist ein Synonym für Festgeld und bezeichnet befristete Einlagen, die bei einem Anlagezeitraum von mindestens 30 Tagen bei einem Kreditinstitut einen höheren Zinsertrag erwirtschaften.

Variabler Zins

Der variable Zins wird auch als veränderlicher Zins ohne Zinsbindungsfrist bezeichnet. Der variable Zins wird während der Laufzeit eines Kredits eines Kreditnehmers verändert und kann dem Marktzins angepasst werden.

Widerrufsrecht

Als Widerrufsrecht wird das Recht eines Kreditnehmers bezeichnet, den Kreditvertrag innerhalb einer bestimmten Frist zu kündigen, also zu widerrufen.

Zinsen (Haben)

Haben-Zinsen erhält der Kunde von der Bank für die Einlage von Geld. Diese ergeben den Ertrag oder die Rendite einer Geldanlage.

Zinsen (Soll)

Preis für die zeitweiligen Überlassung von Geld (Kredit, Dispokredit). Die Zinsen werden meist in Prozent der Kreditsumme angegeben und beziehen sich auf das ganze Jahr. Die Höhe des Zins richtet sich unter anderem nach den allgemeinen Bedingungen am Markt und der Laufzeit des Kredites. Man unterscheidet zwischen Nominalzins und Effektivzins.

Zinssatz

Zinshöhe, ausgedrückt in Prozent für eine bestimmte Zeit (meist ein Jahr).